Verein

Der Hanseatische Börsenkreis der Universtität zu Hamburg e.V. (HBK) ist der Börsenverein der Universität Hamburg. Seine Mitglieder sind ehrenamtlich arbeitende Studenten mit Interesse an Börse und Kapitalmärkten. Ziel und Aufgabe des gemeinnützigen Vereins ist die Information der Bevölkerung über Themen wie Börse und Kapitalmärkte, sowie die Schaffung einer aufgeklärten Anleger- und Aktienkultur. Zu diesem Zweck werden unter anderem Informationsveranstaltungen wie der Börsentag Hamburg organisiert.

Historie

Es war am 27. September 1995, als der Hanseatische Börsenkreis der Universität zu Hamburg (HBK) als gemeinnütziger Verein in das Vereinsregister Hamburg eingetragen wurde. Als "Geburtshelfer" stand der Bundesverband der Börsenvereine an Deutschen Hochschulen e.V. (BVH) Pate, unter dessen Dach sich mittlerweile über 60 Mitgliedsvereine im gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen haben.

Seinen Namen hatte der HBK in Anlehnung an die Hanseatische Wertpapierbörse zu Hamburg erhalten, eine Universität zu Hamburg gibt es nämlich gar nicht. Auch eine enge Zusammenarbeit mit der Hamburger Börse gab es damals noch nicht - wer nimmt schon eine Handvoll Studenten ernst, die es sich zum Ziel gesetzt haben, "dem Kapitalmarkt und dessen komplexen Zusammenhängen mehr Transparenz zu verleihen"?

Trotzdem und trotz der Tatsache, daß die Börse Hamburg heutzutage selbst auf das "zu Hamburg" verzichtet, so hat sich die etwas obskure Namengebung doch als zukunftsweisend herausgestellt. Denn inzwischen sind die Mitglieder des HBK der Börse sehr verbunden und stellen mit ihr nicht nur jährlich einen professionellen Hamburger Börsentag auf die Beine, sondern auch Börsenführungen und Einsteigervorträge.

Der Charakter des HBK hat sich seit September 1995 aber auch in anderer Hinsicht stark gewandelt. Rekrutierten sich seine Mitglieder damals noch vor allem aus Studenten des Instituts für Geld- und Kapitalverkehr, die sich alle kannten und auch die Freizeit miteinander verbrachten, so besteht etwa die Hälfte der inzwischen 77 Mitglieder aus Studenten eines anderen Faches oder Nichtstudenten. Beim Publikum jedoch macht sich in Hamburg der gleiche Trend wie auch in anderen Börsenvereinen bemerkbar.

Die vom Verein angebotenen Einsteiger- und Fortgeschrittenenvorträge werden - besonders nach dem Erfolg des letzten Börsentags - in erster Linie von Nichtstudenten besucht. Dieses Publikum ist uns natürlich sehr willkommen, wird doch damit der Verein seinem Ziel gerecht, die Aktienkultur in der Allgemeinheit zu fördern. Die besondere Zielgruppe ist jedoch die Studentenschaft, die hier eine beträchtliche Chance erhält, ihr außeruniversitäres Engagement unter Beweis zu stellen, Kontakte zu renommierten Firmen auf höchster Ebene zu pflegen und sich z.B. exklusive Praktikumsplätze zu sichern. Das umfangreiche Informationsmaterial und der vereinseigene Zeitschriftenbestand sorgen aber auch heute schon oft dafür, daß der zugegebenermaßen etwas klein geratene Vereinsraum angesichts der Fülle an Interessierten überquillt. Und doch sind wir gerade auf diesen Raum stolz, denn es hat unsere Gründungsmitglieder eineinhalb Jahre harter Überzeugungsarbeit und Professor Schmidt vom Institut für Geld- und Kapitalverkehr viel Mühe gekostet, einer hoffnungslos überbelegten Universität mit kaum Ausweichfläche wenigstens einen kleinen Raum für die Arbeit des HBK abringen zu können. Dadurch ist zumindest ein Austausch zwischen den Vereinsmitgliedern gewährleistet, die heutzutage nicht mehr den Unialltag gemeinsam haben. Hier treffen auch jüngere Studenten ältere Kommilitonen, von denen sie wertvolle Tips zu Studieninhalten und administrativen Fragen bekommen können. Natürlich bleiben auch persönliche Einschätzungen bezüglich der Professorenschaft nicht aus. Nicht zuletzt der kameradschaftliche Umgang läßt viele aktive Mitglieder ihre Freizeit opfern und sich um die Belange des Vereins kümmern.

Daß von dieser Arbeit nicht nur Privatanleger profitieren – die breite Resonanz, insbesondere hinsichtlich der vom HBK angebotenen Vorträge, spricht eine klare Sprache – sondern auch das Image der Studierenden in der Öffentlichkeit, ist ein weiterer wichtiger Grund für das Engagement des Börsentagteams. Sollten sich die Universitäten, deren unbestreitbarer Teil die Studenten sind, nicht (abgesehen von Ihrem unmittelbaren Bildungs- bzw. Forschungsauftrag) auch zu einer eher direkten "Dienstleistung" gegenüber den eigentlichen Trägern der öffentlichen Hochschulen, den Steuerzahler, verpflichtet sehen? Dieser Forderung wird unserer Meinung nach von studentischer Seite durch das Engagement der lokalen Börsenvereine des BVH Rechnung getragen.